Last Supper - Die Henkersmahlzeit
In The Last Supper (1995) versammelt sich eine kleine Gruppe idealistischer, aber zunehmend frustrierter Liberaler zu einem scheinbar harmlosen Abendessen mit mehreren rechtsgerichteten Kommentatoren. Aus einer Mischung aus Empörung, Verzweiflung und moralischem Überlegenheitsgefühl heraus treffen sie eine radikale Entscheidung: Sie nehmen das Urteil über Leben und Tod in die eigenen Hände. Die Handlung entwickelt sich schnell von einer politischen Debatte zu einem Spiel mit tödlichen Konsequenzen.
Der Film balanciert geschickt zwischen schwarzem Humor und bitterer Satire, wobei die Figuren nicht nur ihre Gegner, sondern oft auch sich selbst entlarven. Innerhalb der Gruppe brechen Spannungen und Schuldgefühle aus, während äußere Rechtfertigungen immer hohler klingen; die vermeintliche moralische Überlegenheit wird zunehmend zur Last. Nebenbei entlarvt die Geschichte die Hybris und die gefährlichen Dynamiken politischer Radikalisierung auf beiden Seiten des Meinungsspektrums.
Am Ende bietet The Last Supper weniger einfache Antworten als provozierende Fragen: Welche Mittel sind legitim im Kampf gegen Hass? Wann wird Aktivismus zum Fanatismus? Durch seine bitterböse Komik und die konsequente Zuspitzung stellt der Film die Zuschauer vor die unangenehme Aufgabe, über Verantwortung, Grenzen der politischen Auseinandersetzung und die menschlichen Kosten ideologischer Verblendung nachzudenken.
Available Audio
Available Subtitles
Cast
No cast information available.