
Hip Hop Hood - Im Viertel ist die Hölle los
Die turbulente Parodie "Don't Be a Menace to South Central While Drinking Your Juice in the Hood" nimmt die Klischees der 90er-Hood-Filme aufs Korn und folgt dem naive-niedlichen Ashtray, der nach South Central L.A. zieht, um bei seinem Vater und seiner resoluten Großmutter zu leben. Bereits die familiären Verhältnisse sind überdreht: Der Vater wirkt kaum älter als sein Sohn, während die Großmutter mit rauer Zunge und einem Hang zu Haschisch für schräge, oft überraschend witzige Momente sorgt. Ashtrays Versuch, ein gesetzestreues Leben zu führen, gerät schnell ins Wanken.
Sein Cousin Loc Dog ist der ultimative Parodie-Charakter: ein Spieler mit übertriebenem Gangsta-Auftritt, der neben Pistolen und Uzi ausgerechnet ein thermo-nukleares „Selbstverteidigung“-Device bei sich trägt. Die Figuren agieren in einer Abfolge von Sketches und Slapstick-Szenen, die reale Probleme wie Bandenkriminalität, Polizeigewalt und Armut zwar karikieren, dabei aber eher auf satirische Überzeichnung als auf tiefgründige Analyse setzen. Der Humor lebt von absurden Übertreibungen, Running Gags und dem ständigen Spiel mit Genre-Erwartungen.
Trotz der derben Gags und der respektlosen Parodie transportiert der Film eine überraschend menschliche Grundnote: Freundschaft, Loyalität und die Frage nach besseren Lebenswegen bleiben zentrale Motive. Die Mischung aus Groteske und Herz macht den Film zu einer bissigen, aber auch liebevollen Satire auf ein ganzes Filmsubgenre und zu einem Kultstück der 90er, das sowohl Lacher als auch kritische Blicke provoziert.
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